Landwüst Oktober 2018

Dass die heißen Tage endgültig vorbei sind, bekamen die 29 Teilnehmer der Pilzexkursion gleich zu Beginn oberhalb der Landwüster Kirche am Wirtsberg zu spüren. Beim Durchstreifen des Waldes, dessen Klima temperaturmildernd wirkt, waren aber alle nur noch auf Pilzsuche.

Für die zu dieser Jahreszeit typischen Arten war es entweder lange zu trocken oder auch schon wieder zu kalt. Auffällig in diesem Jahr war das Massenvorkommen des Falschen Pfifferlings (Hygrophoropsis aurantiaca), leider kein Speisepilz wie der beliebte Echte Pfifferling (Cantharellus cibarius), der dieses Jahr nur spärlich vorkam.

Beim Treffpunkt im Landwüster Freilichtmuseum wurden die gefundenen Pilze ausgelegt, von den kundigen Pilzberatern bestimmt und den Vereinsmitgliedern, sowie den teiinehmenden Gästen vorgestellt. Immerhin waren es 101 Arten, die notiert wurden und ins Pilzerfassungssystem (Mykis) von Sachsen eingegeben werden. Als ein besonderer Fund kann der Schwarzflockige Dachpilz (Pluteus umbrosus) genannt werden.

Alle Sammler von Stubbenpilzen – also Pilze, die auf Holz wachsen – und wegen ihres Wohlgeschmacks geschätzt werden, möchten wir eindringlich vor dem tödlich giftigen Gift Häubling (Galerina marginata) warnen. Er kommt in diesem Jahr in außerordentlich großer Menge vor. Zur Bestimmung muss unbedingt der Stiel betrachtet werden, nur durch dessen Merkmale kann er vom ebenfalls in Mengen vorkommenden Stockschwämmchen unterschieden werden.

Klaus Lorenz konnte für seine Pilzausstellung am Sonntag eine Palette schöner Herbstpilze mitnehmen:

 

von Brigitte Gerischer

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