Traditionell im April trafen sich Mitglieder der VAM zum Mikroskopieren. Diesmal zum ersten Mal in unserem Stützpunkt im Herrenhaus des NUZ Oberlauterbach, um wieder mit den vereinseigenen Mikroskopen zu arbeiten. Die Untersuchungsobjekte waren jahreszeitlich bedingt einige Becherlinge, Morcheln und Lorcheln, die zu den Schlauchpilzen (Ascomyceten) gehören und erwartungsgemäß kleine Asci , nur mikroskopisch zu erkennende Schläuche, mit jeweils acht Sporen besitzen müssen. Das konnte bei den Spitzmorcheln sehr gut nachgewiesen werden, doch die Scheibenlorcheln taten uns den Gefallen nicht – es waren keine Sporen  zu finden. Wahrscheinlich waren die vorliegenden Fruchtkörper noch nicht reif.

Zuverlässiger, da an Pflanzen gebunden, waren bei einigen phytoparasitischen Rostpilzen an den Blättern vom Milchstern, Löwenzahn, Scharbockskraut und Buschwindröschen sehr beeindruckend Sporen zu finden.

Der Erfahrungsaustausch zu Methoden des Mikroskopierens war für die Beteiligten wieder ein geistiger und praktischer Gewinn.

von Brigitte Gerischer

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