Cäsium 137

 

27Jahre  nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gibt es in regional begrenzten Gebieten der Bundesrepublik deutlich erhöhte  Cs-137  Werte im Fleisch von Wildtieren und in einigen Pilzarten. Die Hochschule Fulda untersucht den aktuellen Grad der Belastung im Rahmen eines Studentenpraktikums. Unser Verein, besonders Thomas Friede/Plauen, hat dafür Proben von Maronen, Steinpilzen, Rotkappen und Hirschtrüffeln aus dem Vogtland zur Verfügung gestellt. Folgende Werte wurden in den 2012 gesammelten Pilzarten gemessen:

Pilzart;Fundort;Cs 137 /Bq/kg frische Pilze


Maronen; Weidigt/Adorf; 225,2
Maronen; Gürth; 71,1
Maronen; NSG Hirschberg; 119,2
Maronen; Zeidelweide/Adorf; 224,4
Maronen; Leubetha; 211,5
Steinpilze; Rodau; 34,7
Steinpilze; NSG Hirschberg; 5,0
Rotkappen; Rodau; 4,1
Rotkappen; Leubetha; 33,7
Hohlfuß-Röhrling; Rodau; 6,0
Hirschtrüffel; Mühlhausen; 34,5

Dabei fällt auf, dass die höchsten Werte in Maronen gemessen wurden.

Da 600 Bq/kg den Grenzwert bei Nahrungsmitteln darstellen, liegen aber alle untersuchten vogtländischen Pilze deutlich unter dem Grenzwert.

Zum Risiko:

„Da Waldpilze aber nicht nur erhöhte Gehalte an Radionukliden aufweisen, sondern auch durch Cadmium und Quecksilber belastet sind, wird vom BUNDESINSTITUT FÜR GESUNDHEITLICHEN VERBRAUCHERSCHUTZ UND VETERINÄRMEDIZIN geraten, bei regelmäßigen Waldpilzverzehr die wöchentliche Verzehrmenge von 200-250 g nicht zu überschreiten.“

Quelle: BUNDESINSTITUT FÜR RISIKOBEWERTUNG; BUNDESINSTITUT FÜR GESUNDHEITLICHEN VERBRAUCHERSCHUTZ UND VETERENÄRMEDIZIN (BgVV), Stand 2011: Verbrauchertipps zur Verringerung der Aufnahme unerwünschter Stoffe über Lebensmittel, http://www.bfr.bund.de/cm/343/verbrauchertipps_zur_verringerung_der_aufnahme_unerwuenschter_stoffe_ueber_lebensmittel.pdf

von Lothar Roth

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