Zum Abschluss eines außerordentlich Pilz reichen Herbstes trafen sich am Nikolaustag 25  Mitglieder des Vereins im Herrenhaus in Tannenbergsthal, wo alle zwei Jahre eine sehr gut besuchte Pilzausstellung stattfindet.

Das Haus wurde 1854 von dem Unternehmer Keffel erworben, der in Tannenbergsthal eine Textilfabrik erbauen ließ. Frau Karla Dunger vom Heimatverein gab eine kleine Führung und beschrieb die Geschichte des Hauses, das seit 2005  als Heimatmuseum dient und den Aufschwung der Wirtschaft durch die Textilproduktion und spätere Kunstlederfabrik dokumentiert.

Zahlreiche Arbeiterwohnungen, 10-Klassen-Schule, Kindertagesstätten, Vorschule, Sporthallen und andere Anlagen wurden erbaut. Ferienheime an der Ostsee, Kinderbetreuung und Ferienlager wurden zur Motivation und Regeneration der Arbeiter und ihrer Familien durch die Vogtländische Kunstlederfabrik möglich gemacht. Bis zur Wende war die Fabrik einer der Vorzeige-VEB der DDR mit Exportüberschüssen und weltweiten Handelsbeziehungen. Aufgrund des Wirkens der Treuhand nach 1990 wurden lukrative Exportverbindungen sowie Teile des Maschinenparks der Fabrik entzogen, ein Teil an konkurrierende Unternehmen mit Sitz in Westdeutschland übergeben. 700 Beschäftigte wurden arbeitslos.

Im sorgfältig restaurierten Haus finden Trauungen, Konzerte u.a. Veranstaltungen statt.

Bei Kaffee, Glühwein, Plätzchen und anderen Knabbereien trafen sich die VAM Mitglieder im großen Zimmer, erhielten vom Vereinsvorsitzenden L. Roth einen Rückblick in Bildern aufs vergangene Jahr und unterbreiteten Vorschläge zur Organisation von Pilzausstellungen und der Gestaltung des Kalenders für 2021. Der traditionelle Kartoffelsalat mit Würstchen ersetzte das Abendbrot.

Dank an die Organisatoren der letzten Veranstaltung in diesem Jahr, besonders Sandra Heymann und Klaus Lorenz.

Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Kleid, das Brigitte aus Vietnam mitgebracht hat:

 

von Brigitte Gerischer

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