Pilzseminar für Erwachsene

Im Seminar gab mittels Powerpoints Vortrag B. Gerischer (VAM Mitglied) in der noch recht kühlen, aber mit sehr angenehmem Ambiente ausgestatteten Scheune des NUZ einen Überblick über die Welt der Pilze. Dabei wurde klargestellt, dass sie sich wie wir von organischen Stoffen ernähren und   auf welch raffinierten Wegen sie sich diese aneignen können – als Mykorrhiza- Partner, als Zersetzer toter organischer Substanzen und damit Humusbildner oder als Parasiten, außerdem noch über die Verbreitung durch Sporen, ihr geheimnisvolles Leben als Mycel, häufige und giftige Pilze im Vogtland etc.  

Die 14 Teilnehmer waren sehr interessiert und erkundeten in der nachfolgenden Exkursion knapp zwei Stunden den Wald rund um das ehemalige Kräuterhaus von Bergen. An einem Rastplatz wurden die Funde vorgestellt und von F. Fischer (VAM Mitglied und Pilzsachverständiger) besprochen, indem jeder seinen Korb auskippte.

Nun ging es aber nicht nur um „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.“, sondern auch um die Benennung der Arten. Fast in jedem Korb waren viele Täublinge zu finden, die meist nur nach Gruppen bestimmt wurden. Wie ein Perlpilz von anderen Wulstlingen unterschieden werden kann, wurde bestimmt allen im Vergleich von Grauem, Zitronen, Fliegenpilz… klar. An Holz konnte der schon im Vortrag erwähnte Gift-Häubling gezeigt werden, außerdem Grünblättrige Schwefelköpfe, Sparrige Schüpplinge, Holz- Ritterlinge, einige Porlinge.

Leute mit „Pilzbrille“ fanden sogar Erdsterne, (Halskrausen- und Gewimperten E.)

Ins „Töpfchen“… wanderten einige stattliche Steinpilze, mickrige Maronen, Rotfußröhrlinge, Lärchenröhrlinge, Walchampignons, Perlpilze, Ziegenlippen. Leider nur einer – der sonst recht häufigen Scheidenstreiflingen fand sich in einem Korb.

Das Wetter konnte nicht besser sein: kühle bis milde Temperaturen, helles, aber unaufdringliches Sonnenlicht – der Vollmond heute am 26.09. hat am Pilzwachstum wissenschaftlich nachgewiesen keinen Anteil!

 

Zurück